Patenbitten

Die Paten bitten selbst um eine Patenschaft

Feuerwehr Erlbach kniet in Bertoldsheim nieder - Im kommenden Jahr 100-jähriges Bestehen


von links nach rechts:  Festdame M. Braun, Kassier W. Braun,
1. Kommandant J. Kugler und 1. Vorstand S. Haas

Bericht aus aus Zeitung kopiert (http://www.neuburger-rundschau.de) mad. gekürzt und verbessert

Bilder vom Patenbitten der Wehr aus Erlbach
Die gesamte Wehr hatten die Erlbacher mobilisiert und den Weg nach Bertoldsheim zum Patenbitten waren sie zu Fuß gekommen. Nach einer angemessenen Zeit des Schmorens auf dem Holzbalken erhörten die Bertoldsheimer Feuerwehrler das Gesuch ihrer Nachbarn. So kann das 100. Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Erlbach kommen, das im nächsten Jahr gefeiert wird.  
 

"Das war die Revanche für die spitze Kante, die wir den Bertoldsheimern vor ein paar Jahren vorgelegt haben", war sich Josef Kugler, erster Kommandant der Erlbacher Wehr sicher, nachdem er das Knien auf der spitzen Kante des Bertoldsheimer Balkens hinter sich gebracht hatte. Schließlich habe man selbst die Bertoldsheimer Feuerwehrler ebenfalls lange auf dem Balken schmoren lassen. Ortssprecher Willi Braun wollte seine Knie gar nicht anschauen.
Und auch Schirmherr Hansjörg Rucker, der die Erlbacher unterstützte, bestätigte: "Egal wie man sich hinkniet, nach einer Minute schmerzt es ordentlich." Dabei mussten die Bittsteller viel länger knien. Leicht wurde es dem ersten Kommandanten Josef Kugler, 1. Vorstand Stefan Haas, Hansjörg Rucker, Willi Braun und der Festdame Maria Braun nicht gemacht und der Preis, den die Bertoldsheimer Wehr verlangte, war hoch.
nach zähen Verhandlungen, die sich für die Knienden sicherlich wie eine kleine Ewigkeit hinogen, erhörte Alois Seefried, erster Vorstand und 1. Kommandant der Bertoldsheimer Wehr, das Bittgesuch der Nachbarn aus Erlbach.
Auf die ausgehandelten 500 Liter Bier, die 150 Essen, Weißwürste und Betränke an der Bar freuten sich alle Parteien gleichermaßen. War es doch klar, dass die Bertoldsheimer ihre Nachbarn aus Erlbach nicht im Stich lassen. Es herrscht ein brüderliches Nachbarschaftsverhältnis. "Jedes Jahr sind bei unserem Herbstfest über die Hälfte unserer Gäste aus Bertoldsheim", betonte Josef Kugler die guten Beziehungen zwischen den Rennertshofener Ortsteilen. Immer schon habe man Feste zusammen gefeiert und erst vor wenigen Jahren hatten die Erlacher ein Patenbitten der Bertoldsheimer erhört. Allerdings, wie Kugler lachend betonte, war auch bei der damaligen Gelegenheit der Balken sehr kantig ausgefallen. "Das gehört einfach dazu".
Die Erlbacher waren zu Fuß gekommen und die Bertoldsheimer Feuerwehrmänner hatten ihre Kameraden am Ortseingang mit Unterstützung der Marktkapelle Renenrtshofen abgeholt und zum Feuerwehrhaus begleitet. Die Erlbacher Wehr bereitet sich auf ihr Großereignis im kommenden Jahr vor. Dann feiert die Freiwillige Feuerwehr ihr 100. Bestehen. Schirmherr Hansjörg Rucker, Pächter einer Jagd bei Erlbach, hatte drei Silvesterraketen mitgebracht, die er noch in der Nacht in den Himmel schoss. "Wir wollen damit Petrus jetzt schon milde stimmen, damit er uns für unsere Hundert-Jahr-Feier schönes Wetter bereitet." Für jeden Tag Sonnenschein "opferte" er Petrus eine Rakete. Das Fest findet vom 17. bis 18. Juni 2005 statt.

 

 

Bilder:

 


Schirmherr H. J. Rucker beim "o´zapfa"

Die beiden ersten Kommandanten der Wehren.
Links: J. Kugler aus Erlbach und rechts A. Seefried aus Bertoldsheim

Der Schirmherr beim abfeuern der Raketen

 


Für musikalische Umrahmung sorgte die Marktkapelle aus Rennertshofen

Ausgelasene Stimmung herschte unter den anwesenden Gästen.

Der Abmarsch der Erlbacher mit "ihrem" Balken.
 

 

Alle Bilder: J. Lang 2. Kdt.

Sollte jemand Interesse an mehr Bilder und Filmen haben, so möchte er sich bitte mit mir in Verbindung setzen.

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