Jugendübungstag am 22. und 23. August 2009

Toller Erfolg für den 1. Jugendübungstag in der Gemeinde

 

Es zählt vor allem der Zusammenhalt


Bild: Es zählt vor allem der Zusammenhalt .  Bertoldsheim/Stepperg (DK) Erstmals in der Feuerwehrgeschichte Rennertshofens wurde am Wochenende ein Jugendübungstag veranstaltet. 24 Jungfeuerwehrler gingen auf Tuchfühlung mit dem Beruf Feuerwehrmann. Höhepunkt war die Brandbekämpfung einer Betriebshalle im Gewerbegebiet.
So eine Stichflamme gibt´s, wenn man Fett mit Wasser löscht

Bertoldsheim/Stepperg (DK) Erstmals in der Feuerwehrgeschichte Rennertshofens wurde am Wochenende ein Jugendübungstag veranstaltet. 24 Jungfeuerwehrler gingen auf Tuchfühlung mit dem Beruf Feuerwehrmann. Höhepunkt war die Brandbekämpfung einer Betriebshalle im Gewerbegebiet.

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"Wenn ich einmal groß bin . . ." – schon Grisu, der kleine Drache, wusste genau was er später werden wollte: Feuerwehrmann. Doch neben Feuerlöschen spielen heute Sozialkompetenzen wie Kameradschaft und Zusammenarbeit eine mindestens eben so große Rolle, erklärt Jürgen Lang, Kommandant in Bertoldsheim. Zusammen mit den Jugendwarten Tobias Stadlmayer und Michael Simon rief er den Erlebnistag ins Leben.

Großes Interesse

"Auf einer Kommandantenversammlung hörten wir zufällig von einem ähnlichen Projekt, seitdem wollten wir dieses auch in unserer Gemeinde umsetzen", so Stadlmayer. Kurzerhand gewannen die Bertoldsheimer und Stepperger auch noch das Interesse aus Riedensheim und Hatzenhofen, somit konnte das Projekt umgesetzt werden.

Es zischte und brodelte, eine Feuersäule schoss in die Höhe und die Augen der Jungen und Mädchen standen weit offen. Natürlich alles gewollt. Bei der ersten praktischen Übung am Samstagvormittag wurde demonstriert was passiert, wenn man einen Fettbrand fälschlicherweise mit Wasserlöscht. Kurz darauf krachte es erneut, wieder stieg eine Feuerwolke auf. "Der Warnhinweis auf den Spraydosen steht dort nicht aus Spaß heraus", schmunzelte Kommandant Lang nachdem die Dose unter Hitzeeinfluss explodierte. Um auf spätere Einsätze vorbereitet zu sein, "wollen wir den angehenden Feuerwehrleuten Situationen zeigen, die sie in der Regel noch nie erlebt haben".

Genau mit diesen Situationen wurden sie schließlich konfrontiert. Nach dem Mittagessen, gerade den Besen oder Lappen in die Hand genommen um Tisch und Boden zu reinigen, heulte es lauf auf: Alarm! "Drei Personen werden am Fischweiher zwischen Hatzenhofen und Stepperg vermisst", gab Stadlmayer am Einsatzort bekannt. In einzelne Gruppen mit je einem Funkgerät ausgestattet mussten sich die jungen Einsatzkräfte über Standort und Sucherfolg laufend austauschen. Alle Attrappen wurden gefunden.

Sichtlich aufgeregt waren die Jugendlichen, als sie den brennenden Strohhaufen unterhalb des Antonibergs sahen. Während des Dienstsports ertönte erneut das Alarmsignal. Der komplette Löschaufbau musste durchgeführt werden. Das hieß Wasser aus der Donau ansaugen, über den Damm pumpen und schließlich gezielt das Feuer löschen.

Brennendes Auto

Ein letzes Mal heulte die mobile, mit Muskelkraft betriebene Sirene gegen 20.45 Uhr. Dieses Mal hieß es: "brennendes Auto". Wieder die komplette Löschkette, Notstromaggregat und Strahler aufbauen. Kommandant Lang erklärte den jungen Feuerwehrkräften wie man vorgeht, um diesen Autobrand professionell zu bekämpfen. Gespannt verfolgten sie die beiden "Atemschutzträgern", wie sie Schritt für Schritt das Feuer unter Kontrolle bekamen.







 

Am nächsten Tag um zehn Uhr zeigten nochmals alle Kräfte das Gelernte. Brand einer Betriebshalle im Gewerbegebiet Rennertshofen. Unter Anwesenheit von zweitem Bürgermeister Fürmann, Kreisbrandrat Martin und Kreisbrandmeister Pichler sowie einem kleinen Publikum erhielten die Jungen und Mädchen Lob von allen Seiten.

Am Funkverkehr hatte man gemerkt, dass "ihr ganz schön fleißig unterwegs wart", lobte Martin. Auch dem Engagement der jungen Frauen wurde vom Kreisbrandrat Beachtung geschenkt. Er sieht die Jugendfeuerwehr als sinnvolle Freizeitgestaltung. Wolfgang Fürmann sieht in der "Gemeinsamkeit die Zukunft" und lobte die Teilnehmer ebenfalls. Die Organisatoren sind auch zufrieden. "Wir haben gezeigt, was auf einen Feuerwehrmann in 30 Stunden alles zukommen kann, das hat sicherlich beeindruckt", so Jugendwart Tobias Stadlmayer. In ein oder zwei Jahren soll es wieder einen Jugendübungstag geben.

Von Stefan Brandl

 

 

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